Zwei Mitarbeiter analysieren Geschäftsdaten an mehreren Bildschirmen im Büro.
Chinas Exportkontrolle und Anti-Sanktionsrecht in der Praxis

Risiken in China-Geschäften und Lieferketten erkennen und Compliance-Prozesse anpassen

Branchenspezifische Expertise
Praktische Wissensvermittlung
Top-Trainer/-innen aus der Praxis

Weiterbildung: Chinas Exportkontrolle und Anti-Sanktionsrecht in der Praxis

Erfahren Sie, wann Chinas Exportkontrolle und Anti-Sanktionsrecht für Ihr Unternehmen relevant werden – auch außerhalb Chinas. Anhand praxisnaher Beispiele lernen Sie, regulatorische Konflikte zu erkennen und chinesische Anforderungen in Ihre Exportkontroll- und Compliance-Prozesse zu integrieren.

Unsere Weiterbildungsangebote für Sie:

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Silvia Schwaiger

Bildungsmanagerin München

Nutzen

Chinesische Exportkontroll- und Anti-Sanktionsvorschriften können Ihre China-Geschäfte sowie globale Liefer- und Wertschöpfungsketten beeinflussen. Je nach Geschäft und anwendbarer Regelung können auch Unternehmen außerhalb Chinas betroffen sein. Gleichzeitig können chinesische Vorgaben und europäische oder US-amerikanische Sanktionsanforderungen zu regulatorischen Konflikten führen.

In diesem Seminar lernen Sie die zentralen Regelungen des chinesischen Exportkontroll- und Anti-Sanktionsrechts kennen. Sie beschäftigen sich mit kontrollierten Gütern, Beschränkungsmaßnahmen und der möglichen Wirkung chinesischer Vorschriften außerhalb Chinas. Anhand praxisnaher Beispiele üben Sie, Anforderungen einzuordnen, Konfliktsituationen frühzeitig zu erkennen und die Vorgaben in bestehende Compliance-Strukturen zu integrieren.

Damit schaffen Sie eine fundierte Grundlage, um Risiken zu minimieren und Ihre Rolle als verlässlicher Geschäftspartner in internationalen Lieferketten zu stärken.

Nach der Weiterbildung können Sie:

  • zentrale chinesische Exportkontroll- und Anti-Sanktionsvorschriften einordnen.
  • Kontrolllisten, Beschränkungsmaßnahmen und zuständige Behörden zuordnen.
  • erkennen, wann chinesische Vorschriften auch außerhalb Chinas relevant werden können.
  • typische Konflikte mit europäischen und US-amerikanischen Sanktionsanforderungen erkennen.
  • Ansatzpunkte für die Integration chinesischer Anforderungen in Ihre Exportkontroll- und Compliance-Prozesse entwickeln.

Zielgruppe

Das Seminar richtet sich an Fach- und Führungskräfte mit Verantwortung für Exportkontrolle, Sanktionen, Compliance oder internationale Geschäftsaktivitäten mit China-Bezug. Angesprochen sind insbesondere Mitarbeiter/-innen aus Exportkontrolle, Compliance, Recht, Einkauf, Vertrieb, Supply Chain und Logistik, die chinesische Anforderungen bei Geschäftsentscheidungen und Lieferkettenkontrollen berücksichtigen müssen.

Vorkenntnisse und Erfahrung in Exportkontrolle oder Sanktionen sind von Vorteil.

Veranstaltungsinhalte

Das Seminar verbindet die Grundlagen des chinesischen Exportkontroll- und Anti-Sanktionsrechts mit deren praktischer Anwendung. Ein Schwerpunkt liegt auf der möglichen Wirkung chinesischer Vorschriften außerhalb Chinas und den daraus entstehenden Herausforderungen für international tätige Unternehmen.

Folgende Themen erwarten Sie:

Grundlagen und Zielsetzungen

  • Grundlagen und Zielsetzungen des chinesischen Exportkontroll- und Anti-Sanktionsrechts
  • Bedeutung für internationale Geschäftsaktivitäten und Lieferketten

Rechtsgrundlagen der chinesischen Exportkontrolle

  • Export Control Law of the People’s Republic of China (ECL)
  • Regulations of the People’s Republic of China on Export Control of Dual-Use Items (ECR)
  • Ausführende Verwaltungsmaßnahmen und Bekanntmachungen des chinesischen Handelsministeriums, insbesondere MOFCOM Announcements

Anti-Sanktionsrecht und Kontrollmaßnahmen

  • Überblick über die relevanten chinesischen Rechtsgrundlagen des Anti-Sanktionsrechts
  • Chinesische Kontrolllisten und Beschränkungsmaßnahmen
  • Zuständige Behörden und deren Aufgaben

Auswirkungen außerhalb Chinas und regulatorische Konflikte

  • Fälle, in denen chinesische Vorschriften Unternehmen außerhalb Chinas betreffen können
  • Analyse typischer Konfliktsituationen zwischen europäischen beziehungsweise US-amerikanischen Sanktionen und chinesischem Anti-Sanktionsrecht
  • Einordnung chinesischer Regelungen zum Schutz von Industrie- und Lieferketten

Umsetzung im Unternehmen

  • Praxisnahe Beispiele zur Anwendung der Anforderungen
  • Integration in bestehende Exportkontroll- und Compliance-Prozesse

Häufig gestellte Fragen

Die chinesische Exportkontrolle regelt die Ausfuhr beziehungsweise Bereitstellung bestimmter kontrollierter Güter, Technologien und Dienstleistungen. Dazu gehören Dual-Use-Güter, die sowohl zivil als auch militärisch verwendet werden können. Je nach Güterart und Geschäft können Genehmigungen erforderlich sein oder Beschränkungen gelten.

Chinas Anti-Sanktionsrecht ermöglicht Gegenmaßnahmen gegen bestimmte ausländische Sanktionen und deren Umsetzung. Für europäische Unternehmen können Konflikte zwischen unterschiedlichen rechtlichen Anforderungen entstehen: Eine Maßnahme, die nach einem ausländischen Sanktionsregime erforderlich ist, kann chinesischen Vorgaben widersprechen. Die konkrete Betroffenheit hängt von den anwendbaren Vorschriften und dem jeweiligen Geschäft ab.

Ja. Eine eigene Niederlassung in China ist nicht das einzige Kriterium. Chinesische Vorschriften können unter bestimmten Voraussetzungen auch Geschäfte ausländischer Unternehmen außerhalb Chinas erfassen, etwa bei bestimmten kontrollierten Gütern oder Technologien chinesischen Ursprungs. Deshalb sollte auch bei indirektem China-Bezug geprüft werden, welche Anforderungen relevant sind.

Nein. Unter bestimmten Voraussetzungen können auch Weiterlieferungen außerhalb Chinas relevant werden. Artikel 49 der chinesischen Dual-Use-Verordnung sieht vor, dass das Handelsministerium für bestimmte Geschäfte außerhalb Chinas die entsprechende Anwendung der Vorschriften verlangen kann. Das betrifft unter anderem bestimmte Dual-Use-Güter chinesischen Ursprungs oder bestimmte im Ausland hergestellte Dual-Use-Güter mit chinesischen Bestandteilen beziehungsweise Technologien.

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